Lukki,
ein Wolken-Hund!
Als armer,
geschundener Bardino-Notfall wurde er bei ANAA entdeckt!
Als frecher, hübscher Lukki, alias Lukmann, in ein -4-er Rudel, mit
„Türsteher-Qualitäten“, Gartenzaun-Grenzkontrollen, usw.
eingezogen!
1. September 2007
Lukki, mehrere
Tage in einer Falle gefangen.
Was Lukki passiert ist, ist leider kein Einzelfall: Er ist einer von
vielen ungewollten Mischlingen, denen Ohren und Schwanz schon als Welpe
abgeschnitten werden. An einer Kette angebunden, ohne sich bewegen zu
können, wurde er zu einem erbarmungswürdigen Leben verurteilt. Sobald er
sich befreien konnte oder vielleicht auch als er weggejagt wurde, lief
er so schnell wie möglich von diesem schrecklichen Ort davon und landete
in der Falle eines Jägers. Und da er nun mal vom Unglück verfolgt
scheint, fand in mehrere Tage niemand. Er befreite zwar irgendwie seine
Beine aus der Falle, aber er konnte sich nicht mehr bewegen, da seine
Verletzungen so schlimm waren. Dort lag er dann fünf ganze Tage ohne
etwas fressen oder trinken zu können, ständig begleitet von den
unvorstellbar schlimmen Schmerzen in seinen Pfoten.
Am Wochenende fand ihn zufällig ein Sportler neben einer riesigen Falle
liegend, wo er sich unter einem Busch zum Sterben abgelegt hatte. Der
Mann rief uns sofort an und wir kamen sofort. Lukki mußte nochmal seine
allerletzten Kraftreserven hervorholen, damit er unter diesen Sträuchern
zu uns kriechen konnte. Als er nicht mehr weit von uns weg war, hatte er
absolut keine Kraft mehr und er gab auf...
Er wurde von uns sofort behandelt und bekam Medikamente gegen seine
Schmerzen und Lukki schlief friedlich einige Stunden lang. Als er
aufwachte, erwartete ihn ein Teller mit leckerem Futter, was er zu
unserer Freude begeistert verschlang. Seine Lebensgeister wurden wieder
erweckt.
Er ist noch sehr verängstigt und traumatisiert von seinen Erlebnissen
der vergangenen Tage, weil ein gedankenloser Jäger solch eine schlimme
Falle aufgestellt hat. Er wurde von Welpe an mißhandelt, indem man ihm
grundlos Ohren und Schwanz abschnitt. Er war bisher zu einem traurigen
Leben verurteilt, aber bei uns bekommt Lukki nun seine zweite Chance auf
ein besseres und vor allem glücklicheres Leben. Im Moment schaut er uns
noch mit unsagbar traurigen und leeren Augen an, Streicheleinheiten kann
er noch überhaupt nicht genießen und er muß noch begreifen lernen, dass
auch er Glück und Geborgenheit verdient hat.
Glücklicherweise wurden durch die Falle seien Pfoten nicht gebrochen,
aber wir wissen im Moment noch nicht, ob wir seine linke Pfote retten
können. Also heißt es die nächsten Tage abwarten und ihn gut beobachten.
Und wir sollten alle nicht vergessen: Lukki ist kein Einzelfall, sondern
es gibt viele dieser armen Hunde da draußen, denen täglich ähnliches wie
Lukki passiert. Die meisten haben nicht das Glück von uns gerettet
werden zu können...





9. September 2007
Leider mußte
schlußendlich doch Lukkis Bein amputiert werden. Das ist so traurig und
deprimierend. Er braucht nun eine Person oder Familie, die ihn ganz doll
lieb hat und sich gut um ihn kümmert. Außerdem muß man wissen, dass es
Monate dauern kann bis seine Psyche sich von dem Ganzen erholt hat.
Hoffentlich wird sich bald jemand finden, dem es egal ist, dass Lukki
ein armer Mischlingshund auf drei Beinen ist und der sieht, dass er die
süßesten Augen der Welt hat.


Am 21. Oktober 2007 landete Lukki, nachdem es sein Allgemeinzustand
zuließ in Frankfurt/Main:





Lukki am Flughafen aus der Box zu holen war schlichtweg unmöglich.
Zu groß war die Angst, dass man ihm wieder so etwas Grausames antun
könnte.
Also wurde Lukki samt Box quer über das Flughafengelände ins Auto
verbracht, um in sein neues Zuhause zu fahren.
Völlig entkräftet und erschöpft von der langen Reise bezog Lukki seinen
eigenen Schlafplatz .


Nach nunmehr fast einem Jahr, kann Lukki wieder mit seinem kleinen
Schwänzchen wedeln, mit seinem Rudel spielen, und er hat offensichtlich
Freude mit seinen Kollegen zu toben und zu schmusen. Das bedingungslose
Vertrauen ggü. Menschen hat Lukki leider noch nicht gefunden. Zu grausam
sind die Erinnerungen an sein bisheriges Leben. Aber auch diese Hürde
werden wir noch meistern.
Es war ein langer Weg bis hierher, aber jede Sekunde hat sich gelohnt.
Lukki fährt problemlos Auto, läuft trotz seiner 3 Pfoten Treppen wie ein
Wiesel, hat das Gehör einer Fledermaus, den Hunger eines Elefanten, also
unterm Strich
Lukki ist ein großer Schatz
13. August 2008

Lukki hat sich problemlos in das vorhandene Rudel integriert und sich
trotz seiner Behinderung zu einem vollwertigen Mitglied entwickelt.
Wir freuen uns, dass Lukki, „unser eigener Bodyguard“, bei uns ist und
immer ein Auge auf uns wirft.
Daniel, Faro, Debby und Reena

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